Eloxieren (Anodisieren) - dekorative, harte Oberfläche in verschiedenen Farben

Dekorative und harte Oberflächen in verschiedenen Farben:

Farbe

max Abmessungen mm

farbenset_gross.jpg 

Farblos

3000 x 900 x 300

Tiefschwarz (MLW)

3000 x 900 x 300

Türkisblau (PLW)

3000 x 900 x 300

Brandrot (ML)

  790 x 690 x 750

Echtgold (L)

  790 x 600 x 700

Blau (2LW)

  790 x 580 x 700

Türkisgrün

Ø 400 x 800

 

Aluminium ist nach Eisen das am häufigsten eingesetzte Metall überhaupt. Seine besonderen Eigenschaften, wie das niedere spezifische Gewicht, die gute elektrische Leitfähigkeit, die einfache Bearbeitbarkeit und die Beständig­keit gegen Umwelteinflüsse machen es zu einem der am häufigst eingesetz­ten Werkstoffe.

Trotz dieser schon hervorragenden Eigenschaften ist es für bestimmte Anwendungen notwendig, diese durch eine spezielle Oberflächen­behandlung noch gezielt zu verbes­sern. In der Galvanik werden dazu zwei Verfahren eingesetzt um die Oberflächen von Aluminiumbauteilen zu veredeln. Durch die Anodisa­tion werden harte, verschleissfeste und dekorative Oberflächen er­zeugt.

Bei der Anodisation wird das Bauteil anodisch kontak­tiert und in eine 30%-tige Schwefelsäure getaucht. Dabei kommt es am Bau­teil bei Stromdurchfluss zu einer Oxidation an der Oberfläche. Es entsteht eine poröse, amorphe Schicht aus sehr hartem Aluminiu­moxid. Die Poren­struktur der Schicht eignet sich hervorragend um ver­schiedenartige Stoffe darin einzulagern, so z.B. Farbstoffe. Nach einer solchen Färbung werden die Poren der Oxidschicht dann durch eine Behandlung in heissem (100 Grad) Wasser verdichtet. Bei diesem Prozess geht das amorphe Aluminiumoxid durch die Einlagerung eines Wassermole­küls in einen teilkristallinen Zustand über. Die Schicht wird dadurch ela­stischer, die Korrosionsbeständigkeit wird deutlich verbessert und die eingelagerten Farbstoffe können nicht mehr aus­geschwemmt werden.

Grundsätze der Galvanik

Unter Galvanotechnik versteht man die elektrochemische Abscheidung von metallischen Niederschlägen auf Gegenständen. Die Geschichte der Galvanik geht zurück auf den italienischen Arzt Luigi Galvani, der am 6. November 1780 den nach ihm benannten Galvanismus entdeckte. Es wird aber davon ausgegangen, dass schon in der Antike die Vergoldung von Gegenständen mithilfe von Galvano-Techniken bekannt war. Bei der Galvanik wird durch ein elektrolytisches Bad Strom geschickt. Am Pluspol (Anode) befindet sich das Metall, welches aufgebracht werden soll (z.B. Nickel oder Kupfer), am Minuspol (Kathode) der zu beschichtende Gegenstand.
Der elektrische Strom löst dabei Metallionen von der Verbrauchselektrode ab und lagert sie durch Reduktion auf der Ware ab. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmässig mit Kupfer oder einem anderen Metall beschichtet. Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet und je höher der elektrische Strom ist, desto stärker wird die Metallschicht.